BYD hat dem Qin PLUS diesmal wieder ein paar neue Dinge verpasst.
Vor Kurzem wurden die offiziellen Bilder der dritten Generation des Qin PLUS veröffentlicht.
Den bisher veröffentlichten Informationen zufolge ist die Gesamthaltung des neuen Fahrzeugs gestreckter und eleganter, die Fahrzeuglänge beträgt 4840 mm und der Radstand erreicht ebenfalls 2800 mm.

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass das neue Fahrzeug diesmal optional mit einem Dach-Lidar ausgestattet werden kann; der offizielle Marktstart wird für Ende Oktober erwartet.
Ehrlich gesagt, wenn ich diese Karosseriedaten sehe, finde ich, dass beim Qin PLUS diesmal das Gesprächswerteste vielleicht wirklich nicht nur das schönere Aussehen ist, sondern dass er vorhat, in den beiden Richtungen Raum und intelligente Fahrassistenz weiter nachzulegen.
Schauen wir zuerst auf die Optik.
Der neue Qin PLUS DM-i übernimmt die neueste familientypische Designsprache von BYD, die vorderen Scheinwerfer sind relativ schmal und lang gestaltet und wirken visuell eindrucksvoller.

Zu beiden Seiten des unteren Lufteinlasses wurden zudem Formen ähnlich von Luftkanälen hinzugefügt, was ein wenig Sportlichkeit vermittelt und nicht zu banal wirkt.
Natürlich ist das Aussehen Geschmackssache; ob es gefällt oder nicht, muss man am realen Fahrzeug beurteilen.
Aber den offiziellen Bildern nach zu urteilen, sind die Linien des neuen Fahrzeugs tatsächlich großzügiger geworden, zumindest in der visuellen Wirkung verfolgt es nicht einseitig das typische, allzu geradlinige und brave Gefühl einer traditionellen Familienlimousine.
Was jedoch wirklich einen zweiten Blick verdient, ist der Lidar auf dem Dach.
Früher haben die Leute beim Qin PLUS eher auf Plug-in-Hybrid, Kraftstoffverbrauch und die täglichen Nutzungskosten geachtet.

Dass diesmal der Dach-Lidar in den optionalen Umfang aufgenommen wurde, zeigt, dass das neue Fahrzeug auch bei der intelligenten Fahrassistenz einen neuen Aspekt bietet.
Aber hier muss ich klarstellen: Ein Lidar zu haben bedeutet nicht, dass die tatsächliche Fahrassistenzleistung zwangsläufig stark ist.
Welche Assistenzfunktionen konkret unterstützt werden, wie sich das System verhält und worin sich die verschiedenen Ausstattungen unterscheiden – darauf müssen wir derzeit noch weitere Informationen abwarten.
Persönlich finde ich, dass dieser Teil es wert ist, erwartet zu werden, aber man vorerst nicht vorschnell Schlüsse ziehen sollte.
Schauen wir uns nun die Fahrzeugabmessungen an; auch die Veränderungen sind recht beachtenswert.

Die Länge, Breite und Höhe des neuen Fahrzeugs betragen jeweils 4840 mm, 1900 mm und 1498 mm, der Radstand 2800 mm.
Die Spurweite vorne und hinten beträgt jeweils 1620 mm, der vordere Überhang 978 mm, der hintere Überhang 1062 mm, der Böschungswinkel 13° und der Rampenwinkel 14°.
Allein an diesen Daten gemessen zeigen Fahrzeuglänge und Radstand bereits recht anschauliche Zahlen.
Aber man sollte nicht nur auf die Maßtabelle starren: Wie viel die Fahrzeuglänge zunimmt, ist die eine Sache; ob man tatsächlich geräumig sitzt, wie es um die Beinfreiheit hinten bestellt ist und ob die Sitze bequem sind, ist eine andere Sache.
Gerade bei Familienlimousinen – wenn man täglich Familie abholt und bringt oder am Wochenende mit der ganzen Familie rausfährt – ist das Erlebnis auf der Rückbank oft greifbarer als die kleinen Veränderungen am Äußeren.
Wie sich der neue Qin PLUS tatsächlich im Innenraum schlägt, darüber lässt sich erst nach einer Erfahrung mit dem realen Fahrzeug sprechen.
Darüber hinaus beträgt das Leergewicht des neuen Fahrzeugs 1520 kg, das zulässige Gesamtgewicht 1915 kg und die Höchstgeschwindigkeit 180 km/h.
Bei den Reifen werden zwei Größen angeboten: 215/65 R16 und 215/60 R17, die wohl unterschiedlichen Ausstattungsvarianten entsprechen dürften; die genaue Kombination muss noch weiter bestätigt werden.
Antriebsseitig setzt der neue Qin PLUS weiterhin auf ein Plug-in-Hybridsystem.
Der Verbrennungsteil ist mit einem 1,5-Liter-Saugmotor des Typs BYD472QC ausgestattet, hergestellt von der BYD Automobile Co., Ltd., mit einer Motorleistung von 74 kW.

Der elektrische Antriebsstrang verwendet einen permanentmagneterregten Synchronmotor des Typs TZ210QYA mit einer Spitzenleistung von 120 kW und einer Nennleistung von 55 kW.
Bei der Batterie werden zwei Spezifikationen angeboten: 16,227 kWh und 24,337 kWh, beide als Lithium-Eisenphosphat-Batterien, mit entsprechenden rein elektrischen Reichweiten von 107 km bzw. 160 km.
Von diesen Daten finde ich die Version mit 160 km rein elektrischer Reichweite beachtenswerter.
Für Familien, deren tägliche Pendelstrecke nicht allzu lang ist und die Lademöglichkeiten haben, gilt: Je länger die rein elektrische Reichweite, desto eher lässt sich im Alltag der Kraftstoffverbrauch reduzieren.
Natürlich hängt die tatsächlich erreichbare Strecke noch von Faktoren wie Fahrgewohnheiten, Straßenverhältnissen und Temperatur ab; man darf die angegebene Reichweite nicht einfach als eine Zahl betrachten, die man täglich erreichen kann.

Auch die andere Version mit 107 km Reichweite hat ihre eigenen Einsatzszenarien.
Welche man wählt, sollte man letztlich anhand der täglichen Pendelstrecke, der Bequemlichkeit des Ladens und des endgültigen Preisunterschieds zwischen den beiden Versionen entscheiden.
Umgekehrt gesagt: Die dritte Generation des Qin PLUS liefert diesmal viele Informationen, aber die Dinge, die die Kaufentscheidung der Verbraucher wirklich beeinflussen, sind derzeit noch nicht alle bekannt gegeben worden.
Fahrzeuglänge 4840 mm, Radstand 2800 mm, dazu der optionale Dach-Lidar und zwei rein elektrische Reichweitenversionen – das zeigt zumindest, dass dieses Fahrzeug einige Veränderungen bietet, die weiter verfolgt werden sollten.
Nur: Wie viel das neue Fahrzeug letztlich kostet, wie die verschiedenen Ausstattungen aufgeteilt sind und welche Funktionen dem Lidar entsprechen – diese Schlüsselfragen müssen noch auf weitere Nachrichten warten.

Ich denke, der Qin PLUS hat ohnehin eine relativ klare Positionierung als Familienfahrzeug. Wenn es diesmal gelingt, das Verhältnis zwischen Raum, alltäglichem Nutzungserlebnis und intelligenter Fahrassistenz gut auszubalancieren, hat er durchaus die Chance, den Verbrauchern mehr Auswahl zu bieten.
Aber man sollte nicht zu viel versprechen: Mehr Ausstattung ist die eine Sache, ob der Preis angemessen ist, eine andere.
Der Marktstart wird für Ende Oktober erwartet; als Nächstes bleibt abzuwarten, wie BYD die konkreten Ausstattungen und Verkaufspreise bekannt gibt.
Liebe Brüder und Schwestern, was findet ihr bei der dritten Generation des Qin PLUS am beachtenswertesten – den Radstand von 2800 mm oder den Dach-Lidar?



