Liebe Autofreunde, diesmal möchte ich mit euch über etwas Bodenständiges und Handfestes sprechen – ich schätze, das wird euch sehr interessieren.

Am 9. März, also heute, hat Wuling Motors eine „schwere Bombe“ auf den Nutzfahrzeugmarkt geworfen: Die Rongguang Elektroversion ist offiziell auf den Markt gekommen.

Keine Spielchen – nur eine Ausstattungsvariante, Preis 69.800 Yuan, mit 5.000 Yuan Wechselprämie kommt man auf knapp über 60.000 Yuan für das nackte Fahrzeug.

Wenn ich das so sage – denkt ihr jetzt, über einen Transporter zum Lastentragen gibt es nichts zu erzählen? Dann unterschätzt ihr Wulings Klingenkunst gewaltig. Wenn ihr mir nicht glaubt, lest einfach weiter.

Schauen wir zuerst auf den kontraintuitivsten Parameter: einen 100-kW-SiC-Heckmotor. Meine Damen und Herren, das ist Siliziumkarbid! Normalerweise wird diese Technologie nur in hochwertigen Elektroauten der 200.000- bis 300.000-Yuan-Klasse eingesetzt, um Hochspannungs-Schnellladung und extremen Energieverbrauch zu ermöglichen.

Niemals hätte ich erwartet, dass Wuling sie in einen Transporter unter 70.000 Yuan herunterbringt. Was soll das bringen? Es geht um Effizienz und Wärmeableitung unter schwerer Last. 200 Nm Spitzendrehmoment in Kombination mit Heckantrieb, maximale Steigfähigkeit über 30 %.

Stellt euch bitte diese Szene vor: um vier Uhr morgens auf dem Großmarkt, die Ladefläche voll mit mehreren Hundert Kilo frischer Ware, und dann eine steile Tiefgaragenrampe. Ein Tritt aufs Strompedal, und die Leistung ist sofort da – kein peinliches Szenario wie beim Verbrenner-Transporter, der sich abquält und trotzdem zurückrollt.

Kommen wir zum Unterbau. 32,6 kWh Shenlian-Batterie, angegebene Reichweite 310 Kilometer. Wer im Stadtverteilerverkehr fährt, kennt die Rechnung: 200 Kilometer am Tag sind der Normalfall, und diese Reichweite liegt genau im Sweetspot für einmal Laden pro Tag.

In der Mittagspause, während man schnell etwas isst, lädt man in einer halben Stunde von 30 % auf 80 % auf. Das wirklich Beeindruckende an diesem Batteriepaket ist die MUST-Multifunktions-Integralstruktur, die den Austausch einzelner Zellen ermöglicht.

Nutzfahrzeuge sind Geldverdienwerkzeuge, Kratzer und Stöße sind unvermeidlich. Früher musste man bei einem defekten Modul gleich das ganze große Paket tauschen – die Reparaturkosten waren teurer als das Auto. Jetzt kann man einzelne Zellen tauschen, und die Wartungskosten sinken direkt um neunzig Prozent. Das ist es, was dem Fahrzeughalter wirklich das Geld in der Tasche zusammenhält.

Bei einem Lastentransporter ist der Raum die Lebensadern. 4,3 Kubikmeter Ladevolumen, dazu eine 1.252 Millimeter breite Heckklappe und 680 Millimeter breite beidseitige Schiebetüren – 14 Standard-Ananaskisten passen locker hinein.

An beiden Seiten des Laderaums sind 12 Montagelöcher für Erweiterungen vorgesehen – Regale oder Haken lassen sich nach Belieben selbst installieren.

Das menschlichste Design ist der vollständig umklappbare Beifahrersitz. Nach dem Umklappen entstehen direkt 0,5 Kubikmeter zusätzlicher Raum für lange Ladung, und auch der Fahrersitz lässt sich flachlegen.

Die Jungs im Frachtgewerbe haben es wirklich schwer – zwischen zwei Aufträgen mal eine Runde bequem im Auto liegen zu können, ist wirkungsvoller als jede noch so verspielte Ausstattung.

Im Innenraum wird zudem ein umweltfreundliches Interieur mit Bambus statt Kunststoff verwendet – der beißende Plastikgeruch nach langer Sommersonneneinstrahlung ist endlich Geschichte.

Dieses Auto ist keineswegs nur ein oberflächlicher Umbau vom Verbrenner zum Elektroauto – es ist Wulings Art, die Hightech-Konkurrenz aus dem Pkw-Bereich mit einem Dimensionssprung auf den Nutzfahrzeugmarkt zu bringen. Ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,304 holt buchstäblich 20 Kilometer Reichweite heraus.

Für etwas über 60.000 Yuan bekommt man keineswegs nur ein simples Werkzeug zum Geldverdienen, sondern ein kostengünstiges, hocheffizientes Überlebenspaket.

Sobald dieses Auto auf den Markt kommt, dürften die guten Zeiten für jene Transporter-Hersteller, die Gründer mit minderwertigen Batterien abspeisen, wohl endgültig vorbei sein.